Wie sich dein Leben leichter anfühlen kann, ohne dass es leichter wird – Shi Heng Yi
Show notes
Das Leben muss nicht leichter werden, damit es sich leichter anfühlt.
In diesem tiefen Gespräch mit Shaolin-Meister Shi Heng Yi geht es um genau diese innere Erschöpfung, die entsteht, wenn wir uns über Leistung, Rollen und Identität definieren.
Diese Folge ist eine Einladung für dich, einen Schritt innerlich zurückzutreten, Illusionen zu durchschauen und wieder Zugang zu innerer Ruhe zu finden, ohne dein Leben verändern zu müssen.
In der Podcastfolge erfährst du, … – warum innerer Druck oft aus früher Prägung und Identifikation mit Leistung entsteht – weshalb Erkenntnis allein nicht heilt und was es braucht, damit sie verkörpert wird – wie Rollen, Ego und der innere „Avatar“ unbemerkt Erschöpfung erzeugen – was geschieht, wenn du aufhörst, dich mit Gedanken, Gefühlen und Geschichte zu verwechseln – wie sich innere Ruhe entwickeln kann, auch wenn das Leben fordernd bleibt
Kapitel 00:00 Intro 03:39 Shi Heng Yis Kindheit: Extreme Disziplin 10:49 Wo ist die Seele zuhause? 15:28 Eigene Muster erkennen & ausbrechen 18:05 Das verschlossene Herz öffnen 28:56 Sich endlich wieder gut genug fühlen 35:42 Rollen loslassen & wahres Ich finden 47:40 Finde die Antworten in dir 54:40 Die Verbundenheit des Lebens erkennen 1:01:21 Kinder sind unsere größten Meister 1:14:00 Samsara: Der Zyklus von Leben & Tod 1:30:22 Mit dem eigenen Chi verbinden 1:35:45 Mehr von Shi Heng Yi lernen
Welche Rolle oder welchen Avatar darfst du in deinem Leben loslassen, die nicht zu dir gehören? Was kann dadurch entstehen?
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Rock On & Namasté Deine Laura
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Über Meister Shi Heng Yi – Website – YouTube & Instagram: @shihengyi.online – Shi Heng Yis neues Buch: Shaolin Mind
Show transcript
00:00:12: Willkommen beim Podcast Happy Holy in Confident.
00:00:16: Ich öffne hier heute den Raum für ein so kraftvolles, inspirierendes Gespräch mit Shaolin Kung Fu, Meister Shihang Yi.
00:00:27: Und Shihang Yi ist ein so inspirierender, toller Mensch.
00:00:34: Und ich bin sehr, sehr dankbar, dass er in meinem Leben ist und dass wir dieses Gespräch teilen können.
00:00:39: Und wenn du gerade in deinem Leben an einem Punkt stehst, wo du das Gefühl hast, du bist irgendwie nicht so richtig auf deinem Weg und du möchtest dich gerne lösen von Leistungsdruck und du möchtest gerne wieder mehr zu dir finden und du möchtest dich lösen von dieser Rolle, die du irgendwann angenommen hast in deinem Leben, wo du dachtest, gut, wenn ich so bin, dann bin ich sicher, dann bin ich geliebt.
00:01:03: Dann ist diese Folge genau das Richtige für dich, denn wir sprechen darüber, warum Leistungen manchmal sich anfühlt wie Liebe, aber wir eigentlich dadurch leer werden innerlich, wie wir uns von diesem inneren Avatar trennen können, den wir erstellt haben, um uns damit sicher zu fühlen und wie du wirklich deinen eigenen Lebensweg finden kannst.
00:01:24: Ich wünsch dir so viel Freude mit dieser Folge.
00:01:27: Und ich werde am Zweiundzwanzigsten ersten wieder die kraftvolle Manifestation Night geben.
00:01:34: Das wird ein Abend, wo du kostenlos dabei sein kannst, wo ich den Raum öffne, um dich mit deiner Manifestationskraft zu verbinden, um dich wirklich wieder zu spüren, zu fühlen, dich danach auszurichten, was du gerne manifestieren möchtest.
00:01:48: Und wir werden die Tore für die Rise Up and Shine Uni öffnen.
00:01:52: Das heißt, sei da auf jeden Fall dabei.
00:01:54: Zweiundzwanzigster erster Link findest du in den Show-Notes.
00:01:57: Und jetzt viel Freude mit Shihang Yi.
00:02:02: Shihang Yi, ich freue mich so sehr, dass du wieder hier bist nach zwei Jahren und dass wir anknüpfen können an unser Gespräch.
00:02:09: Wie geht's dir?
00:02:12: Vielen, vielen Dank nochmals für die Einladung.
00:02:15: Ja, in unserem Vorgespräch habe ich ja schon gesagt, sehr, sehr viele Dinge haben sich verändert.
00:02:23: Und ich denke im Laufe des Gesprächs wird ein bisschen klarer, wie, warum, wieso, weshalb.
00:02:32: Aber mir geht's gut.
00:02:34: Mir geht's gut und ich merke den Wandel des Lebens.
00:02:42: richtig vorbereitet auf unser Gespräch.
00:02:44: Ich bin ja normalerweise in all meinen Gesprächen, auch in unserem ersten Gesprächs, sehr intuitiv und wo ich einfach geguckt habe, was kommt.
00:02:53: Und dann dachte ich aber für unser Gespräch heute, ich will dich noch besser verstehen.
00:02:58: Ich will irgendwie noch mehr verstehen, wie du denkst, woher du kommst und wer bist du im Innen wirklich.
00:03:07: Und deswegen habe ich mich immer noch mal so richtig in dein Buch reingefuchst und habe mir tatsächlich ganz viele Notizen gemacht und habe mir so ein bisschen überlegt als Struktur für unser Gespräch, dass ich einfach irgendeine Seite von den Seiten, wo ich mir Notizen gemacht habe, mal aufschlage, dir vorlese, was ich markiert habe und gespannt bin, was deine Gedanken dazu sind.
00:03:30: Ich denke, das ist ein sehr, sehr schöner Ansatz.
00:03:32: Ja,
00:03:33: wir gucken einmal.
00:03:36: Okay, hier, auf der ich bin, hab Seite neunundzwanzig aufgeschlagen.
00:03:41: Und das, den Satz, den ich mir unterstrichen habe, war, dass du wieder nach Rumänien, glaube ich, gegangen bist.
00:03:49: Und nach meiner Ankunft, jetzt musst du mir immer sagen, wie man es richtig ausspricht, in Klujnapoca.
00:03:54: Klujnapoca.
00:03:55: Klujnapoca.
00:03:56: War ich sprichwörtlich explodiert, da ich über Jahre so vieles in mir unterdrückt hatte.
00:04:03: Ich wollte zu dem Leitbild, dass mir meine Eltern auftrukturiert hatten, einen Kontrapunkt setzen.
00:04:11: Was sind deine Gedanken, wenn du das hörst?
00:04:14: So.
00:04:16: Eines ist grundsätzlich sehr wichtig.
00:04:18: Alle Aussagen sind immer entstanden innerhalb eines bestimmten Kontext.
00:04:25: Und dieser Satz oder diese Gedanken entstammen eben dem Zeitpunkt, nachdem ich erst mal vom vierten Lebensjahr bis zum XXI.
00:04:37: Lebensjahr eigentlich nur zwei Dinge letztendlich nachgegangen bin.
00:04:43: Das eine war die akademische Ausbildung und zwar unter dem Druck eben asiatischer Eltern.
00:04:50: Ich habe so oft schon erwähnt im Sinne von Doktor, Anwalt oder Architekt oder Ingenieur.
00:04:56: Das heißt sehr viel Druck in Richtung akademische Laufbahn.
00:05:01: Zur selben Zeit aber vom Alter vier bis einundzwanzig, auch eben meine Kampfkunstpraxis.
00:05:09: Das, was heutzutage als Shaolin Kung Fu bekannt ist, der damalige Stil war Shaolin Green Dragon, sagt jetzt nicht vielen Menschen etwas.
00:05:19: Was diese zwei Lebenspfade oder Lebensinhalte aber bedeutet hatten, war tatsächlich genau das.
00:05:30: Als Eltern, als Kind von Flüchtlingen.
00:05:35: war die Idee natürlich auf der einen Seite von meinen Eltern, die Kinder brauchen eine gute Erziehung, eine gute Schulbildung, um damit eben eine gesicherte Zukunft zu haben.
00:05:52: Die Intention ist gut.
00:05:56: Die Art und Weise, wie das aber eben Ausdruck fand, war eben, dass nichts gut genug ist.
00:06:03: Das heißt, Note drei, warum hast du nicht eine Note zwei nach Hause gebracht?
00:06:09: Oder egal, wenn ich mal draußen trotzdem vielleicht ein bisschen spielen war, nach Hause gekommen war.
00:06:14: Da war es im Grunde genommen nicht die Frage und was hast du heute gemacht und alles drum und dran, sondern ihr vielleicht die Frage hast du heute schon deine Hausaufgaben gemacht.
00:06:22: Das heißt, alles hat sich immer um die Bildung gedreht.
00:06:27: Das ist die eine Sache, die jetzt sehr, sehr stark verkürzt.
00:06:32: Auf der anderen Seite im Bereich der Kampfkunst, durch diese Meisterschülerbindung, ist es auch so, dass es in den asiatischen Kampfkünsten.
00:06:43: Da ist nicht die Frage, wie geht es dir heute?
00:06:46: Hast du gut geschlafen?
00:06:47: Hast du viel Spaß gehabt heute, sondern es geht darum, ja heute dein Stand, der sieht aber nicht so gut aus.
00:06:54: Also ich glaube, da geht noch ein bisschen mehr.
00:06:57: Oder eigentlich solltest du zwanzig Liegestützen machen, wieso hast du nur fünfzehn gemacht?
00:07:03: Da geht auch noch mehr.
00:07:04: So, das sind jetzt alles Momentaufnahmen.
00:07:08: Aber wenn das Ganze sich über sechzehn, siebzehn Jahre so zieht, dann prägt sich trotzdem unterbewusst etwas in zur damaligen Zeit das Kind, sage ich mal, ein.
00:07:25: Was ich dann in diesem Satz zum Ausdruck gebracht hatte, da war einfach sehr, sehr vieles.
00:07:32: Was?
00:07:34: existent war, aber ich es in dem Umfeld, wo ich so viele Jahre verbracht hatte, nicht zum Ausdruck bringen konnte.
00:07:42: Und das Ganze sage ich auch jetzt mit zweiundvierzig, das heißt selbst mit siebzehn, achtzehn, neunzehn, zwanzig oder zu dem Zeitpunkt dieses Satzes, als ich nach Rumänien kam.
00:07:56: Da hatte ich diese Verbindung noch gar nicht so geschaffen, wie ich sie jetzt ausdrücken kann.
00:08:02: Nichtsdestotrotz habe ich aber etwas gefühlt.
00:08:05: Und dieses Gefühl war einfach, dass ich im Umfeld, ich sehe meine Freunde, mit denen ich Abitur gemacht habe.
00:08:12: Ich sehe, wie die langsam so rausgehen in die Welt und auch abends manchmal sich treffen und feiern gehen.
00:08:19: Und das Ganze und auf der anderen Seite sah ich mich immer so diszipliniert, dass einzigste in meiner Welt ist Essen, schlafen, lernen, trainieren.
00:08:30: Und da habe ich halt innerlich gespürt, was ist, wenn ich irgendwie das Leben verpasst.
00:08:38: Ja, was ist, wenn das Leben an mir vorbei rennt?
00:08:41: Und da kam dann genau diese erste Auslandsreise, sage ich mal so, erste Auslandsreise, alleine mit meinem besten Freund, der auch zur damaligen Zeit, ja, ist Rumäne.
00:08:56: Alvin.
00:08:56: Alvin, genau.
00:08:58: Wir sind zusammen seit dem fünften sechsten Lebensjahr, kennen wir uns.
00:09:03: Und nachdem wir dann gemeinsam in Rumänien waren, kam also dieser Entschluss, okay, Komm, wir gehen da jetzt rüber und studieren zusammen.
00:09:13: Das war jetzt wirklich der Kurzabriss.
00:09:16: Und alles, was ich eben bis zu dem Zeitpunkt in der Art und Weise aufgestaut hatte, da habe ich halt gespürt, Rumänien, das Hubenfeld komplett anders, komplett neu für mich.
00:09:27: Das heißt... nicht die bekannte Struktur, wie ich sie aus Deutschland kannte, von meinen Eltern und auch nicht vom Kampfkonstraining, sondern neues Land, neue Menschen, neuer Tagesablauf, alles neu.
00:09:41: Und dementsprechend war der Rahmen jetzt auch gesetzt, wirklich Dinge zu tun, die ich vorher nicht gemacht
00:09:48: habe.
00:09:49: Und in dem Satz sage ich eben auch explodiert, explodiert in dem Sinne.
00:09:58: Weil ich doch irgendwo schon sagen würde, ich bin schon sehr extrem aufgewachsen.
00:10:04: Bedeutet, ich kann extrem diszipliniert sein und komplett mich auf eine Seite einlassen.
00:10:15: Aber dieses Extrem hat halt auch dann zur Konsequenz.
00:10:19: dieses Extrem ja und ein anderes Extrem existiert halt parallel dazu auch.
00:10:25: Und ich habe halt bisher Sehr stark habe ich über mich einfach erfahren.
00:10:31: Ich bin ein sehr extremer Mensch
00:10:32: manchmal.
00:10:33: Entweder komplett diszipliniert oder komplett frei.
00:10:41: Und das war so wirklich dieser Kontrast, woher dieser eine Satz jetzt stammt.
00:10:49: Wo würdest du sagen, ist deine Seele mehr zu Hause?
00:10:59: Das ist jetzt eine ... Ist jetzt eine sehr ... weitreichende Frage.
00:11:09: Ich weiß jetzt nicht, ob es jetzt direkt deutlich wird.
00:11:12: Wir werden vielleicht später noch mal da reingehen.
00:11:18: Ich hätte diese Frage anders beantwortet, je nachdem zu welchem Zeitpunkt du mich das fragen würdest.
00:11:28: Heute, jetzt, also heute, würde ich sagen, die Seele war nie abwesend.
00:11:36: Unabhängig davon, wo ich mich körperlich, lokal befunden hätte.
00:11:42: Die Seele war nie abwesend.
00:11:45: Dass der einzige Unterschied war, warum gibt es manchmal Zeitpunkte innerhalb des Lebens oder Plätze, wo man das Gefühl hat, ah, jetzt ist meine Seele ein bisschen freier.
00:11:58: Oder jetzt spüre ich wieder, so sollte es sein.
00:12:03: Ich denke, das hängt damit zusammen, wie stark zu diesem Zeitpunkt das verkopfte oder die falsche Identifikation über sich selbst überhand genommen
00:12:21: hat.
00:12:24: Je stärker die Identifikation mit dem falschen selbst, ich nenn es jetzt einfach mal so, desto weniger scheint die Seele durch.
00:12:37: Je mehr du dich also in einem Umfeld befindest, wo du immer noch das Gefühl hast, du musst was tun.
00:12:44: Es gibt etwas zu tun.
00:12:46: Ich muss mich beweisen.
00:12:48: Ich muss noch etwas machen, um etwas zu bekommen.
00:12:53: Das ist kein Ausdruck der, was wir jetzt im Moment als Seele bezeichnen.
00:12:59: Sondern es ist der Versuch, eine Identität, eine Rolle zu nähern, die weiter weg als zur Seele gar nicht sein könnte.
00:13:14: So bedeutet Immer dann, wenn nicht viel Verkopftheit vorhanden ist.
00:13:21: An den Orten, wo das angekommen zu sein irgendwie spürbar ist.
00:13:27: Da ist man meiner Meinung nach auch eher mit dem Verbunden, was ich jetzt in meinem Sprachgebrauch eher als zum Beispiel Essenz ausdrücken würde oder Natur ausdrücken würde oder eben in anderen Bereichen man das eventuell auch mit.
00:13:46: der Seele gleichsetzen könnte.
00:13:50: Wenn wir jetzt in dein Leben heute gehen, würdest du sagen, dass du mehr Momente mittlerweile für dich hast, wo du in dieser Essenz bist als vielleicht noch vor zwanzig Jahren?
00:14:05: Das ist genau dieser sehr, sehr starke und große Wandel, wo ich sagen würde, der innerlich bei mir stattgefunden hat.
00:14:17: Weil manche Menschen, die äußerlich betrachten, zum Beispiel immer noch auf den sozialen Medien folgen, die sehen nach wie vor, der reißt ja immer noch rum, der macht immer noch Veranstaltungen.
00:14:28: Da hat sich doch augenscheinlich nichts geändert zu dem, was er die letzten fünfzehn, fünfzehn Jahre gemacht hat.
00:14:36: Richtig, äußerlich nicht.
00:14:38: Aber es war nie das Äußere.
00:14:42: Das ist genau dieser Shift.
00:14:44: Warum es in manchen Traditionen gibt es diesen schönen Satz?
00:14:51: Jetzt ohne zu sagen, dass ich da jetzt irgendwie erwacht wäre, aber es gibt diesen Satz vor der Erleuchtung Holz hacken und Wasser tragen.
00:15:02: Nach der Erleuchtung Holz hacken und Wasser tragen.
00:15:06: Um uns wirklich da nochmal zu erwähnen, ich erachte mich nicht als erleuchtet, aber im Gegensatz zu Vor zwei, drei, vier, fünf Jahren merke ich schon, da ist ein gewisser Wandel eingetreten bei mir, der nicht mit dem Äußerlichen zu tun
00:15:24: hat.
00:15:26: Gab es einen Moment, wo du jetzt rückblickend sagen würdest, da hat dieser Wandel begonnen, gab es wie eine Art Auslöser für diesen inneren Wandel?
00:15:39: Ich denke, was bei jedem Menschen früher oder später diesen Wandel auslösen wird.
00:15:47: Ist das erkennen von Strukturen?
00:15:52: So.
00:15:54: Damit man aber manche Strukturen und manche Muster erkennt, muss man manchmal einfach manche Muster und Strukturen erstmal wirklich häufig, häufig durchlaufen.
00:16:07: Bedeutet, erst der Zyklus merkt man noch gar nicht.
00:16:11: Zweiter Zyklus fällt einem auch noch nicht auf.
00:16:14: Aber wenn man irgendwann merkt, okay, ich habe das doch schon mal durchlebt.
00:16:21: Es war ein bisschen anders, aber in Essenz ist es dasselbe.
00:16:25: Dann ist man auf einmal schon mal so ein bisschen wach für etwas geworden.
00:16:29: Trotzdem weiß man noch nicht genau, was es genau ist.
00:16:32: Also macht man weiter.
00:16:34: Und irgendwann wird es aber eben so, dass diese Muster so deutlich und klar für dich werden, dass du sagst, okay.
00:16:45: Jetzt ist es tatsächlich Zeit, mal aus diesem Muster auszubrechen, weil du wirklich siehst, was bewirkt dieses Muster, was ist die Konsequenz daraus, in diesem Muster zu bleiben?
00:16:56: und du siehst einfach, das macht einfach keinen Sinn mehr.
00:16:59: Das ist dann sozusagen der Moment, wo diese Suche danach anfängt, wie komme ich aus diesem Muster raus?
00:17:06: Und um jetzt eben zu dieser Frage zu kommen von dir, wann hat das angefangen?
00:17:11: Einerseits könnte man jetzt sagen, mit der Erkenntnis, dass du aus dem Muster austreten willst, aber andererseits kann man auch sagen, in dem Moment, als das allererste Mal dieses Muster überhaupt in dein Leben eingetreten ist.
00:17:26: Das heißt, da kannst du gerne, zehn, fünfzehn, zwanzig, dreißig Jahre.
00:17:31: Das passt für mich wieder in diesen Satz.
00:17:34: Woher kommt manchmal die Einsicht?
00:17:37: Kommt die Einsicht?
00:17:38: Bam!
00:17:39: In dem Moment?
00:17:41: Ist das etwas spontanes oder ist es etwas, was man stetig entwickeln kann?
00:17:48: Und die Antwort ist beides.
00:17:52: Es ist weder das langwierige, noch ist es etwas, was auf einmal passieren kann.
00:18:00: Beides ist in dem Sinne möglich.
00:18:04: Und würdest du sagen, für dich, wenn du jetzt die letzten, nehmen wir mal fünf Jahre anschaust, Wir haben uns vor zwei Jahren hier gesehen, wir haben uns jetzt vor kurzem auch noch mal im Basel gesehen, aber so richtig in Ruhe haben wir uns vor zwei Jahren das letzte Mal hier im Gespräch gesehen.
00:18:22: Und ich habe dich damals wahrgenommen als jemanden, ich habe dich schon sehr stark wahrgenommen in deiner Energie, in deiner Präsenz, du hast dir eine sehr, sehr starke Aura, du bist ja sehr, du bist da.
00:18:36: Man merkt, wenn du im Raum bist.
00:18:39: Und gleichzeitig hatte ich intuitiv oder gleichzeitig hatte ich auch das Gefühl, dass ich würde nicht sagen belastet, aber ich hatte das Gefühl, du hast ein bisschen ein schweres Herz, so kann man das vielleicht beschreiben.
00:18:54: Also du warst geistig total präsent und du warst in deiner Aura, du warst total da.
00:19:00: und gleichzeitig hatte ich aber auch so habe ich das Gefühl so, am liebsten würde ich ihn einfach mal eine halbe Stunde machen.
00:19:09: Mein, mein Spirit.
00:19:16: Wenn du dich in diese Zeit zurückerinnerst, ist das was, was mit dir in Resonanz geht, dieses Gefühl von irgendwie so einer, so einer Schwere im Herzen oder so einem, ich weiß nicht, wie ich es besser beschreiben kann?
00:19:33: Ich kann nachvollziehen, was du gerade gesagt hast.
00:19:36: Und da ist mit Sicherheit, ist da auch eine gewisse Wahrheit vorhanden.
00:19:43: Ja, manchmal hör ich das auch.
00:19:46: In der aktuellen Zeit, auf der einen Seite scheint diese, ich nenn's mal, Weisheit sehr vielen Menschen auch zu helfen.
00:19:56: Da wird dann wieder so ein bisschen reinprojektiert in mich, wenn der so viel Weisheit hat.
00:20:02: Wieso sieht der immer noch so ernst aus die ganze Zeit?
00:20:05: Das heißt, diese Erwartungshaltung, wenn jemand diese Weisheit besitzt, wieso läuft er nicht die ganze Zeit lachend rum?
00:20:15: So, und da kommt halt auch jetzt definitiv eine gewisse Wahrheit wieder mit rein, die auf der einen Seite befinden wir uns manchmal in dem Bereich der Spiritualität.
00:20:27: Aber ganz, ganz klar, es gibt auf dieser Ebene etwas, worüber wir absolut sprechen können und es gibt halt auch etwas, was einfach relativ ist.
00:20:38: Relativ bedeutet, unabhängig von aller Spiritualität.
00:20:42: Wir alle haben jetzt diesen Körper.
00:20:45: und dieser Körper und auch unsere Gedankenwelt und auch das, was das Herz eventuell bezeichnen würde, ist in dieser Lebenszeit durch sehr, sehr viele verschiedene Dinge durchgegangen, die auf jeden Fall eine Art, die auf jeden Fall Auswirkungen darauf hat, wie dein Körper aussieht, welche Narben dein Körper trägt, welche Narben dein Herz trägt.
00:21:14: Und manchmal gibt es einfach Narben im Leben.
00:21:20: Da braucht es sehr viel Zeit.
00:21:24: Da braucht es sehr viel Zeit.
00:21:27: Und deswegen, auch wenn dann eine gewisse Einsicht manchmal eingetreten ist, aber man kann vierzig Jahre, vierzig Jahre von vierzig Jahren Kampf hinterlassen, einfach spuren.
00:21:45: Und das ist eventuell der Grund, warum trotz all den Dingen, die ich teile und was ich auch in dem Buch schreibe.
00:21:56: Aber der Weg, der war auf jeden Fall nicht einfach.
00:22:00: Und einfach zu erklären, warum eventuell auch dieses Gefühl da ist, dass augenscheinlich alles okay ist, aber da ist dieses innerliche, aber das Herz ist immer noch nicht ganz offen.
00:22:14: Ich nenn's mal so.
00:22:15: Das beschreibt's, glaube ich, gut.
00:22:20: Ich denke, das liegt auch sehr, sehr stark in meinem Fall.
00:22:23: damit zusammen, dass ich extrem gut darin bin, Ungerechtigkeit und Schmerzen zu ertragen.
00:22:35: Also ein großer Teil, der mich geprägt hat zu dem, was ich heute bin, ist die Fähigkeit, viel gefühlte Ungerechtigkeit ertragen zu können.
00:22:50: Bedeutet, ich weiß, etwas ist nicht richtig.
00:22:57: Ich weiß, etwas ist nicht richtig.
00:23:00: Aber ich bin trotzdem fähig, das Ganze bei mir zu behalten und äußerlich trotzdem einfach weiter zu machen.
00:23:10: Und das ist zum Beispiel wirklich auch einer dieser Themenbereiche, den wir angesprochen haben.
00:23:15: Genau das ja.
00:23:17: Diese Erziehung durch die Eltern, diese Erziehung durch das Kampfkunst-Training und dann eben auch die Erwartungshaltung der Eltern, die Erwartungshaltung meiner Lehrer und alles, was damit zusammenhängt.
00:23:32: Weil nichtsdestotrotz, klar kann man sagen, die Eltern und jeder hatte eine positive Intention, kein Problem, aber jeder Mensch zu einem bestimmten Zeitpunkt seines Lebens, zum Beispiel insbesondere, wenn wir jetzt über Kinder sprechen, manchmal brauchen die nichts, was für die Welt Sinn macht.
00:24:01: Manchmal brauchen die einfach nur Aufmerksamkeit, Liebe.
00:24:08: Und selbst wenn mal etwas schief gegangen ist, da brauchen die nicht, dass das jetzt berichtigt wird, sondern die brauchen einfach die Unterstützung, die Sicherheit.
00:24:19: zu wissen, egal was die jetzt tun, ist vollkommen egal.
00:24:22: Papa und Mama, Lehrer, Meister, die sind einfach da.
00:24:27: Und halten, und halten die Stellung.
00:24:31: Und genau, und sowas ist halt unterschiedlich je nach Lebensphase, die man hat.
00:24:37: Und wenn manche dieser Lebensphasen wegbleiben, dann bleibt ja eventuell dem Kind eines Tages oder uns, je nachdem, wo wir uns befinden.
00:24:49: Wenn wir das Gefühl haben, wir können uns nicht auf andere verlassen.
00:24:53: Was ist die Lösung?
00:24:55: Nimmst alles auf deine eigene Kappe.
00:24:58: Nimmst alles auf deine eigene Kappe und beginnst also etwas für dich.
00:25:03: zu kreieren, was dich lebensfähig macht, in dem Wissen darum, selbst die nächsten Personen in deinem Leben sehen dich eigentlich nicht.
00:25:15: Also, das ist halt der Moment, wo dann es manchmal anfängt, dass wir Schilder aufbauen, dass wir Mechanismen aufbauen, damit wir lebensfähig sind, weil wir immer noch diesen Überlebensinstink irgendwo in uns tragen.
00:25:29: Und das ist der Punkt, den ich für mich halt über sehr, sehr viele Jahre habe in mir tragen müssen.
00:25:38: Nach wie vor auch vor zwei Jahren noch.
00:25:41: Da gab es sehr viele Dinge, da wusste ich im Inneren, das ist nicht okay.
00:25:46: Das ist so nicht okay.
00:25:48: Aber nach wie vor sah ich halt auch keinen anderen oder keine andere Möglichkeit.
00:25:54: Ich sah keine Unterstützung, die mich in diesem Bereich unterstützen konnten.
00:26:01: Also... musste ich immer überlegen, wie mache ich das?
00:26:04: Und das ist das, was letztendlich mich immer belastet hat.
00:26:09: Und sehr vieles ist genau das, was da in diesem Buch zum Beispiel drin steht.
00:26:13: Da sind all diese Momente teilweise drin, warum es für mich extremst einfach war und warum überhaupt die Idee kamen, das jetzt mal niederzuschreiben, nicht nur für die Leute zu lesen, aber dass es von mir endlich mal los ist.
00:26:30: Und deswegen... hat auch der Wandel, würde ich mal sagen, eingesetzt, weil zu all diesen Punkten gibt es jetzt von mir eigentlich nicht mehr viel zu sagen, ja.
00:26:42: Du schreibst auf Seite ... ... thirty-two hast du ein Zitat von einem Sendmeister, wo du schreibst, die Illusionen enden nicht, indem man sie vernichtet, sondern indem man sie durchschaut.
00:26:56: Da können wir gleich nochmal darauf eingehen auf dieses Thema Illusion.
00:27:00: und vielleicht noch abschließend ... Das hat mich sehr berührt, da schreibst du auf Seite thirty-three.
00:27:07: Ich erhoffte mir jedoch Anerkennung für das, was ich leistete und dafür, wie ich mich entwickelte, aber diese blieb aus.
00:27:14: Stattdessen stellte sich immer mehr das Gefühl ein, nicht genug zu sein.
00:27:18: Wie du gerade gesagt hast, brachte ich die Note gut mit nach Hause, kam die Frage auf, warum war es kein sehr gut.
00:27:24: Machte ich hundert Liegestützen, stellte sich die Frage, warum keine hundertfünfzig.
00:27:28: Die westliche Psychologie hat längst herausgefunden, dass Leistungsdruck in der Kindheit auf vielfältige Weise im Erwachsenenalter nachwirken kann.
00:27:36: Das Thema Perfektionismus spielt sicherlich eine große Rolle.
00:27:40: Viele, die in ihrer Kindheit starkem Leistungsdruck ausgesetzt waren, entwickeln über höhte Ansprüche an sich selbst.
00:27:46: Ein ständiges Gefühl, sich beweisen zu müssen, kann im Erwachsenenalter zu chronischen Stress, Überarbeitung und Burnout führen.
00:27:54: Menschen, die früh gelernt haben, dass sie funktionieren müssen, haben oft Schwierigkeiten, Nähe und Vertrauen aufzubauen, weil sie gelernt haben, ihre eigenen Bedürfnisse hinten anzustellen.
00:28:04: Also, wieso konnte ich sowas, wieso steht sowas in meinem Buch drin?
00:28:09: Weil ich genau das durchlebt habe und ihr jetzt in Retroperspektive sagen kann, was für Auswirkungen das hat.
00:28:22: Würdest du sagen, wenn du auf diesen Wandel blickst, wo du jetzt sagst, für dich in den letzten zwei Jahren hat sich so viel in dir verändert, würdest du sagen, dass du angefangen hast, diese Schilde ein bisschen so ein Schild nach dem anderen vielleicht so ein bisschen abzulegen, wenn wir bei der Metapher bleiben und so Stück für Stück anzufangen, zu vertrauen und zu wissen, es gibt Menschen, die auf die du dich verlassen kannst und auch dieses Thema dieses Gut genug zu sein, du schreibst irgendwo im Buch, ich finde es bestimmt gleich nochmal für das konkrete Zitat, aber wo du sagst, dieser Wunsch auch von deinem Vater, dass irgendwann dieser Moment kommt, wo er sagt, du bist gut genug und du warst es immer und dann ist er gestorben und du hast es bis heute in dem Sinne nicht bekommen.
00:29:08: Würdest du sagen, dass sich das in dir mittlerweile dieser Wunsch danach, dass du den loslassen kannst und in dir weißt, Du bist gut genug, unabhängig von der Leistung.
00:29:20: Oder wirkt es immer noch dieses System, in dem du ja so drin warst, dieses Leistung ist Liebe, Leistung ist Liebe oder Wert?
00:29:33: Das waren jetzt viele Fragen in einer.
00:29:38: Es hat begonnen, sich zu transformieren.
00:29:40: Tatsächlich auf beiden Ebenen sowohl innerlich, spürbar für mich, aber tatsächlich auch augenscheinlich.
00:29:48: im Sinne von, da gibt es jetzt aktuell sehr, sehr viele Menschen, denen ich in bestimmten Bereichen komplett vertraue und alles, was damals noch auf meinen eigenen Schultern gelastet hat, mittlerweile ist wirklich so, ich gebe das jetzt einfach weiter.
00:30:04: Selbst wenn es normale Aufgaben sind, aber damals konnte ich nichts delegieren oder hatte das Gefühl, ich konnte es nicht.
00:30:11: Mittlerweile ist es das Liebste, was ich mache, ja, zu delegieren.
00:30:17: Ja, fühlt sich gut für mich an.
00:30:18: Es kommt etwas rein.
00:30:19: Auf der einen Seite weiß ich, okay.
00:30:22: Wir sollten da mal einen Blick drauf werfen, aber es muss ja nicht immer ich machen.
00:30:27: Also delegiere ich das weiter.
00:30:29: Auch in dem Vertrauen darin, dass dann danach mein Team zurück an mich tritt und mir sagt, das ist eine schöne Sache, können wir machen.
00:30:37: Das heißt, das ist die eine Art und Weise, wie Unterstützung sich aktuell in meinem Leben ausdrückt.
00:30:45: Und dann aber auch auf sehr privater Ebene, auf sehr intimer Ebene sage ich mal so, dass diese Suche danach die Anerkennung aus diesem Außen zu bekommen, die habe ich jetzt mittlerweile durch.
00:31:06: Und ich habe es mit gutem Herz sehr, sehr oft versucht es allen recht zu machen.
00:31:14: Ja und für den einen oder anderen macht das vielleicht Sinn.
00:31:17: Mein Chinesisches Horoscope ist Schwein.
00:31:22: Schwein bedeutet sehr harmoniebedürftig.
00:31:27: Ich mag keinen Konflikt.
00:31:29: Und das war auch der Grund.
00:31:31: Aus der Vergangenheit bis teilweise heute noch.
00:31:35: Warum, wenn ich spüre, da ist das Potenzial vorhanden, dass es jetzt zum Konflikt kommt, neige ich eher dazu, derjenig zu sein, der dann das Ganze auf sich nimmt, um die Harmonie zu warnen.
00:31:52: Auch wenn es jetzt richtig, auch wenn es jetzt nicht richtig ist.
00:31:56: Einfach in dem Wissen, ja okay, es macht ja kein anderer, also nehme ich es auf meine Schultern.
00:32:02: Das Problem ist aber einfach, dass sich mit der Zeit so was, wenn es zu viel wird, das staut sich halt auf und das ist nicht gesund.
00:32:13: Und dementsprechend die erste Auflösung einer Illusion war tatsächlich meine illusion.
00:32:21: du kannst es auf dieser welt jedem menschen recht machen und wenn du mit einem offenen herzen oder mit einem mit puren gedanken raus in diese welt gehst wirst du auch nur auf pure und reine gedanken in dieser welt auftreffen.
00:32:39: meine leere ist illusion weil es gibt in dieser welt in der wir uns befinden auf dieser erde gibt es ganz, ganz sicher verschiedene Kräfte.
00:32:55: Und diese Kräfte sind ganz sicher nicht nur gute Natur.
00:32:59: Okay.
00:33:01: Dementsprechend war für mich die Frage jetzt okay.
00:33:05: Aufgrund der Erziehung, aufgrund alles was ich durchlaufen habe, in dem Wissen darum, dass ich immer noch irgendwie in der Art und Weise nach Bestätigung suche.
00:33:20: Wie werde ich das los?
00:33:23: Wo bekomme ich diese Bestätigung her?
00:33:25: Und das ist jetzt dieser Punkt, wo es tatsächlich gut ist, dass es manchmal wirklich diese Sendmeister gibt.
00:33:34: Die dir sagen, du musst diese Illusion anfangen zu durchschauen.
00:33:41: Nicht ignorieren, nicht versuchen, dass es nicht mehr existiert, sondern du musst es einfach nur sehen.
00:33:52: Und wieder jetzt eben, ich mache einen kleinen Sprung zurück.
00:33:57: Jedes mal, wenn du das Gefühl hast, dass es etwas zu tun gibt oder dass es etwas gibt, was dich noch voller machen könnte, wie durch eine Bestätigung.
00:34:11: Sei es durch die Bestätigung der Eltern, sei es durch die Bestätigung von Menschen außerhalb, bist du bereits in der Illusion zu glauben, dass deine Essenz etwas ist, die man noch anheben könnte oder von der man überhaupt etwas wegnehmen könnte.
00:34:33: Bedeutet also, je mehr ich mich mit Xiong Yi identifiziere, das ist eine ganz klare Rolle.
00:34:41: Xiong Yi ist eine ganz klare Rolle mit einer bestimmten Art und Weise, wie er sich kleidet, mit einem bestimmten Themenbereich, den er anspricht, mit einer bestimmten Art und Weise, wie er sich ausdrückt.
00:34:56: Aber das ist eine Rolle.
00:35:00: Jeder Versuch, diese Rolle aufrecht zu erhalten, bedeutet nach Futter zu suchen, was gibt es in dieser Welt, was diese Rolle Schirngi noch weiter stärken kann, damit die Illusion die Rolle des Schirngi weiter leben kann, so.
00:35:21: Und wenn das Kernelement meines Lebens ist, wenn ich morgens aufstehe, dann ist das Leiden und die Härte des Lebens und die Schwere des Lebens ist die vorprogrammiert.
00:35:39: Also, mit welchem Gedankengut soll ich denn sonst morgens aufstehen, wenn es nicht darum gehen würde, noch weiter jetzt hier Meister Shirangi zu aufzubauen.
00:35:55: Und das ist jetzt eventuell schwer verständlich.
00:36:00: Aber es ist eine andere Sicht.
00:36:04: Es ist eine gänzlich andere Sicht auf alles, was dich umgibt, sag ich mal.
00:36:15: Um das deutlicher zu machen.
00:36:18: Weil es ist ein wirklich komplexer Bereich auf der einen Seite.
00:36:23: Einerseits komplex, aber auch ganz simpel.
00:36:26: Total.
00:36:28: Total.
00:36:30: Ich bin jetzt zwei in vierzig.
00:36:33: Aktuell gefällt Mir diese Art und Weise der Uniform, deswegen trage ich die.
00:36:41: Mit thirty-fünf habe ich was anderes getragen.
00:36:46: Mit zwanzig habe ich auch was anderes getragen.
00:36:49: So, das ist jetzt erstmal die Kleidung.
00:36:53: Rein vom Wissen her, vom Intellektuellen Wissen, was ich durch Bücher, durch... Egal was, durch Informationen gesammelt habe, da ist mein Informationsstand jetzt mit zwei und vierzig, mit fünfunddreißig, zwanzig, fünfzehn und fünf, auch ein unterschiedlicher.
00:37:14: Was ich zum Ausdruck bringen will ist, ich kann mich mit sehr, sehr vielen Dingen identifizieren, wenn ich mich aber in Essenz frage, was ist es, was mit zweiundvierzig, fünfunddreißig, fünfundzwanzig, zwanzig, fünfzehn, fünf... Und ganz am Anfang beim Anbeginn bedeutet sogar noch nicht einmal einen Namen gehabt.
00:37:45: Nicht einmal den weltlichen Namen gehabt.
00:37:50: Was war da oder ist da bereits die ganze Zeit vorhanden?
00:37:56: Was ja überhaupt ermöglicht hat, dass ich anfangen kann, mir etwas anzueignen.
00:38:06: Und da gibt es wirklich dieser schöne, schöne Satz.
00:38:11: Wo wir sagen, das ist meine Kleidung, das ist mein Armband, das ist mein Job, das ist meine Tasse, das ist mein Körper, das sind meine Gedanken.
00:38:33: Ich kann aber nur etwas als mein bezeichnen, wenn es davor etwas gibt, was sozusagen auf Englisch hört sich besser an.
00:38:42: Whatever you regard as mine, there must be a me.
00:38:48: bedeutet.
00:38:49: Alles was ich als mein bezeichne, das ist ja sozusagen das Objekt.
00:38:55: Aber wo ist das Subjekt?
00:39:00: Genauso wie deine Tasse, deine Kleidung, dein Buch, dein Körper, deine Gedanken.
00:39:06: Aber wer ist das du?
00:39:08: Wer ist das du?
00:39:12: Und das war für mich gelesen, recherchiert.
00:39:22: gehört, habe ich es schon sehr, sehr oft.
00:39:26: Das ist ja teilweise die Essenz sehr, sehr vieler geistlicher Lehren, sehr vieler spiritueller Lehren.
00:39:34: Die Kernfrage, wer bin ich?
00:39:37: Ja, da kommt ja das Ganze her.
00:39:38: So.
00:39:40: Das Ganze zu hören, zu lesen, das ist eine Sache.
00:39:44: Aber wenn es langsam anfängt, Realität anzunehmen für dich.
00:39:49: Wenn du also wirklich anfängst, okay, das ist schon
00:39:54: cool.
00:39:55: Das ist schon nice alles, aber das ist halt der Avatar.
00:40:01: Das ist halt einfach entstanden durch die Kraft und Power deines Geistes, deiner Gedanken.
00:40:12: Aber da gibt es halt eine Basis dahinter, was das Ganze überhaupt erst mal ermöglicht hat.
00:40:20: Und das ist tatsächlich momentan alles, was sich verändert hat.
00:40:25: Mit was habe ich angefangen, mich... mehr zu identifizieren oder mich wieder mit zu identifizieren.
00:40:34: Und das hat den Schiff verursacht.
00:40:37: Der Schiff, das ja dieser Körper, diese Rolle, die hat auf der einen Seite sehr viel kreiert, ist aber dementsprechend auch durch sehr viele Dinge durchgegangen.
00:40:49: Das heißt die Last des Lebens, trägt das hier, trägt dieser Körper und trägen, tragen diese Gedanken.
00:41:02: Dich davon aber zu lösen und sozusagen dich nicht genau damit zu identifizieren.
00:41:07: Das ist einfach der Schlüssel.
00:41:11: Das heißt, was ist es, was du wahrnimmst?
00:41:14: Es ist nicht so, dass das nicht, sag ich mal, unrelevant ist oder unecht ist.
00:41:22: Aber es gibt etwas, was echter ist.
00:41:28: Das heißt, du siehst den Avatar ganz klar, den du kreiert hast.
00:41:32: Siehst, wie ist dieser Avatar entstanden?
00:41:35: Was sind die Auswirkungen?
00:41:38: des vergangenen Lebens, dieses Avatar durch Erziehung, durch Aufwachsen.
00:41:43: Wie drückt sich das in diesem Avatar im heutigen Tage aus?
00:41:48: Du siehst diese Story.
00:41:51: Aber genau das, so wie ich es gerade gesagt habe.
00:41:55: In dem Moment, wo du deine eigene Story siehst.
00:41:58: Bist du frei?
00:41:59: Bist du halt woanders.
00:42:03: Du bist halt sehr präsent, je nachdem wie man das jetzt sieht.
00:42:05: Aber ich denke, genau dieser Shift passt extrem gut.
00:42:11: Einerseits mit dem zusammen, was ich versucht habe, immer zu suchen.
00:42:18: Und das ist genau dieser Punkt, warum es auch manchmal heißt.
00:42:21: In dem Moment, wo du schon anfängst zu suchen, wirst es nicht finden.
00:42:28: Weil Suche bedeutet wieder dieser Ansatz unserer Gesellschaft.
00:42:35: In dieser Annahme, da draußen gibt es etwas und in dem Moment, wo du es findest, wirst du voll.
00:42:42: Das ist so diese Idee des Suchens, die Idee des Machens, die Idee des Tuns.
00:42:49: Und das, worüber wir gerade gesprochen haben, wo manchmal dann die Fragezeichen angehen, ist halt, ne, ist die ganze Zeit schon da, du hast dich nur immer mit dem Falschen identifiziert oder dein Gefühl der Identifikation war primär auf dieses hier bezogen.
00:43:10: Und das ist letztendlich aktueller Stand der Dinge.
00:43:15: Dann sagen wir es mal so, das ist aktueller Stand der Dinge, aber spürbar für mich in dem Moment, wo ich das zu meiner Realität mache.
00:43:24: Ist alles
00:43:25: gut.
00:43:27: Danke fürs Teilen.
00:43:28: Ich glaube, du hast gerade den Schlüssel zum Glück tatsächlich offiziell verkündet.
00:43:37: Tatsächlich, weil ich glaube, wie du sagst, in dem Moment ... wenn ich ein anderes Bild, glaube ich, wählen würde, um es vielleicht noch mal aus einer anderen Sicht zu beschreiben.
00:43:48: So oft, wir sehen uns selber wie vielleicht ein Raum und da ist eine Glühbirne.
00:43:52: und wenn die Glühbirne, wir denken, wir sind diese Glühbirne, weil in dieser Glühbirne das Licht ist, aber die Wahrheit ist, du bist der Strom, du bist die Elektrizität, die die Glühbirne zum Leuchten bringt.
00:44:02: Die Glühbirne ist ja nur ein Ausdruck von diesem Licht.
00:44:06: Und ich glaube, Wie du sagst, in dem Moment, wo wir uns darüber bewusst werden, dass dieser Avatar, diese Rolle, die wir gebaut haben, einfach nur ein Ausdruck ist, ein gewählter oder vielleicht auch unbewusster gewählter Ausdruck von dem, was eigentlich dahinter ist und wir wieder mehr in dieser Beobachter-Perspektive sind von diesem Avatar und der nicht mehr... in dieser Identifikation damit sind, können wir ja auch neu wählen, in welche Richtung wir den laufen lassen wollen, weil er nicht mehr im Autopiloten ist, nicht mehr in der Angst, nicht mehr in dem Survival, sondern ja plötzlich wirklich in dieser Möglichkeit jetzt selber kreieren zu können wieder, also in einer ganz anderen Freiheit.
00:44:46: Und vielleicht sich auch das erste Mal im Leben die Möglichkeit selber zur Verfügung zu stellen zu sagen, will ich dieser Avatar überhaupt sein.
00:44:58: weil solange wir ja absolut damit identifiziert sind, kannst du dich ja gar nicht lösen, weil du glaubst, du bist dann weg.
00:45:07: In dem Moment, wo du damit verbunden bist, was den Avatar kreiert hat, kannst du ihn verändern, kannst anfangen damit zu spielen, kannst ihn loslassen.
00:45:20: Nichtsdestotrotz, deswegen habe ich das so gern gesagt, das ist der aktuelle Stand.
00:45:29: Einfach auch diese Möglichkeit zu eröffnen, was ein ganz klare Unterschied ist.
00:45:36: Es gab Momente meines Lebens, wo ich dachte, jetzt habe ich den Algorithmus raus.
00:45:41: Jetzt verstehe ich, wie alles funktioniert.
00:45:43: Und dann kommt das Leben wieder um die Ecke.
00:45:47: Und tatsächlich dich damit auseinanderzusetzen und dir ganz bewusst zu sagen, okay, da gibt es doch sehr viele, was ich nicht weiß und diese Möglichkeit auch zu eröffnen.
00:46:00: das zu erfahren.
00:46:01: eventuell bedarf etwas eine gewisse angstfreiheit tatsächlich eine gewisse angstfreiheit dass das was wir nicht wissen einfach viel größer ist als das was wir denken zu wissen.
00:46:22: aber wir sind in einer gesellschaft wo halt wissen und sicherheit primäres ziel des tun es ist Das heißt, etwas aufzubauen, ein Leben sich aufzubauen, wo eine gewisse Sicherheit vorhanden ist.
00:46:37: Aber da auch wiederum, das sagt mir einer meiner Meister immer wieder, die Sicherheit, egal wie viel Sport, egal wie viele Atemübungen und egal wie viel ich trainiere, sagt man immer, glaubst du wirklich, dass das dein Körper ist?
00:46:53: Dass du wirklich einen Einfluss darauf hast, wie lange dieser Körper jetzt noch existent ist.
00:47:01: Man kann das Gefühl haben, dass durch gute Ernährung alles, dass ich da was Gutes für mich tue, für den Körpertour.
00:47:09: Aber es gibt so viele Beispiele.
00:47:16: Nicht geraucht, nicht getrunken, nichts, trotzdem.
00:47:21: Und das sind einfach so.
00:47:22: Momente, wo es tatsächlich, wo man bezeichnet, das sind alles Momente, die einen manchmal zum Aufwachen ermuntern können.
00:47:38: Was ich so schön fand in deinem Buch.
00:47:41: ist, dass du, oder so habe ich es wahrgenommen, du kannst gleich nochmal sagen, ob du es vielleicht anders gemeint hast, aber so, wie ich es gelesen habe, dass du mit deiner Kampfkunst oder dass du die Hoffnung hattest oder diesen Wunsch in deiner Kampfkunst durch deine Meister, die du auch getroffen hast, eben auch Antworten auf die spirituellen Fragen zu finden, die du in dir getragen hast.
00:48:09: Und du schreibst sehr, sehr viel darüber, dass du immer wieder gesucht hast und gefragt hast und aber gefühlt auf eine gewisse Art und Weise enttäuscht wurde, weil du eigentlich nicht die Tiefe der Antworten bekommen hast, wie du sie gesucht hast.
00:48:23: Dann schreibst du auf Seite forty-eight und es hat mich dann total gefreut.
00:48:27: Schreibst du, von nun an beantwortete ich Fragen, die mir gestellt wurden, immer öfter auf solche Antworten, auf solche Art und Weise.
00:48:35: Manchmal fielen meine Antworten sehr umfangreich und teilweise philosophisch aus.
00:48:40: Doch sowohl Disciples als auch Gäste des Tempels fanden die Erklärungen offensichtlich so einleuchten, dass sie mich teilweise dabei filmten oder regelrecht ermutigten, die entstandenen Videos auch auf YouTube hochzuladen.
00:48:51: Und dann habe ich, hatte ich mir hier so eine Notiz gemacht, dass die Antworten auf die Fragen, die du die ganze Zeit gesucht hast, die ganze Zeit in dir waren und du eigentlich wie den Meister in dir gesucht hast durch das Suchen.
00:49:07: Und dann irgendwann an dem Punkt war es, wo du gemerkt hast, dadurch, dass du im Außen gefragt hast, dass die Frage vom Außen in dich kam und du nicht mehr im Außen gefragt hast, du in dir die Antwort hattest.
00:49:16: Also, dass es sich wie umgedreht hat.
00:49:20: Wie ist da deine Wahrnehmung heute für dich in dir?
00:49:28: So, wo du es jetzt erwähnst, ja.
00:49:34: Es ist genau richtig so.
00:49:38: Jeder Mensch ist bereits auf dem Weg.
00:49:47: Was ich damit ausdrücken will ist, manchmal suchen ja, was ist der Weg?
00:49:53: Welcher Weg ist der richtige?
00:49:57: Egal wo du dich momentan befindest, du befindest dich genau im richtigen Zeitpunkt deines Weges, deiner Story.
00:50:07: Und jetzt kommt es darauf an, ob du innerhalb deiner eigenen Story irgendwann anfängst zu erkennen, dass auf alles, auf was du triffst, innerhalb deines Lebens.
00:50:18: die weisen dich immer wieder darauf hin, in dir zu suchen.
00:50:27: Jedes mal alles weist immer darauf hin, ob, ja, und das ist die Frage, ob du das irgendwann wahrnimmst oder nicht.
00:50:35: Das ist deinem, du kreierst das gerade.
00:50:39: Du spielst gerade deinen eigenen Film ab.
00:50:41: Erkennst du, dass du deinen eigenen Film kreierst.
00:50:46: Und von daher diese Aussagen jetzt, die passen tatsächlich, Extrem gut, da muss ich jetzt einfach so ein bisschen auch schmunzeln schon wieder, weil das ist genau das, für was mich heutzutage die meisten Menschen eigentlich kennen.
00:51:06: Ich tauche sehr oft als Shaolinmeister auf und manche fragen sich, ja, Shaolinmeister, aber das, worüber wir jetzt eben zum Beispiel gesprochen haben, diese Spiritualität, da denken sich manche, was hatten das jetzt mit Shaolin zu tun?
00:51:22: Schaulin ist auch kämpfen und schlagen und treten und das war eben genau der Punkt, als ich vierzehn, fünfzehn, sechzehn, siebzehn war, wo ich schon erkannt habe.
00:51:33: Es gibt genügend Kampfkunstsysteme auf der Welt, die dir schlagen, treten und alles beibringen.
00:51:41: Das, was mich aber von der Interesse her bis zum heutigen Tage an diesem Schaulin gehalten hat, ist aber eben, dass der tatsächliche Kern von diesem Shaolin, aber eben genau das ist, worüber wir gerade gesprochen haben.
00:51:58: Der Zen Buddhismus oder der Chan Buddhismus, die Auflösung der Illusion.
00:52:06: Und für mich war das damals eben komplett, verstehe ich nicht, ich meine ich... Praktiziere es die ganze Zeit, wie stärke ich diesen Körper die ganze Zeit?
00:52:17: Wie hole ich die meiste Leistung aus diesem Körper heraus?
00:52:20: Wo ist jetzt, wie soll mich das Ganze jetzt hier zu dieser Ebene bringen, dass ich erkenne, dass das Ganze eine Illusion ist und sozusagen den Zyklus von Geburt und Wiedergeburt beende?
00:52:34: Das waren meine Gedanken mit siebzehn, achtzehn.
00:52:38: Und das alles hat für mich einfach nicht zusammengepasst.
00:52:43: Deswegen bin ich auf, die Suche gegangen.
00:52:50: Bis zum heutigen Tage nichtsdestotrotz.
00:52:53: Also ich muss es einmal mal jetzt wirklich ganz klar so raus sagen.
00:52:57: Was hat das Kämpfen und Schlagen und Treten und Trainieren und Atmen?
00:53:02: Was hat das Ganze mit Spiritualität oder mit Send letztendlich zu tun?
00:53:11: Ganz klar gar nichts.
00:53:14: Gar nichts.
00:53:19: Findet aber dem Bewusstsein von dir.
00:53:23: ein gewisser wandelstadt und fängst du an etwas zu erkennen.
00:53:32: dann alles was du machst atmen trainieren drehten schlagen matcha trinken wasser trinken dann hat alles etwas mit spiritualität zu tun.
00:53:51: und Einer meiner Meister hat sehr oft gesagt, dass manchmal befinden wir uns Menschen in diesem Leben.
00:53:58: Wie als wären wir, als suchen wir jedes Mal nach einem Schlüssel, um bestimmte Türe zu öffnen.
00:54:04: Und diese Welt, die bietet uns extrem viele Tore und Türen, die wir durchschreiten können.
00:54:11: Aber es gibt einen Master Key.
00:54:14: Es gibt einen Meisterschlüssel.
00:54:16: Wenn du diese Tür geöffnet hast, hast du alles andere auch geöffnet.
00:54:22: Und ich glaube, ich glaube, das ist der Schlüssel.
00:54:27: Das ist der eine Schlüssel, der dir die Antworten gibt zu extremes, zu einfach allem.
00:54:39: Ich springe einmal auf eine andere Seite im Buch, wo du schreibst von deinem Vater und dass er gestorben ist, zwanzig zwölf an Krebs.
00:54:55: Und du schreibst, dies war ein einschneidendes Ereignis für unsere ganze Familie und ich musste erstmalig mit dem Verlust eines nahestehenden Menschen umgehen.
00:55:03: Die Trauerbewältigung ging mit Schwierigkeiten für mich einher, denn er bat mich einige Tage vor seinem Tod darum, nicht um ihn zu weinen.
00:55:13: Als ich das gelesen habe, mir hat es das Herz gebrochen, weil ich verstehe, du beschreibst dann danach, nach der buddhistischen Lehre, dass es quasi ein Übergang ist und dass man es der Seele quasi leicht machen kann oder leichter machen kann, indem man sie nicht betraut, sondern sie ziehen lässt quasi in das nächste.
00:55:38: Ich frage mich nichtsdestotrotz bist du sein Sohn und er war dein Vater oder ist dein Vater.
00:55:47: Konntest du mittlerweile trauern?
00:55:50: Hast du dir das erlaubt?
00:55:51: oder Wie war der Prozess?
00:55:55: Ich meine, das war zwanzig zwölf.
00:55:56: Wir haben jetzt zwanzig in der zwanzig zwanzig.
00:55:59: Wie blickst du?
00:56:01: Wie blickst du darauf
00:56:04: zurück?
00:56:05: Einerseits ist ja auch tatsächlich beschrieben, was ist der Beweggrund, warum es diese Art von Traditionen gibt.
00:56:14: Das ist einerseits beschrieben.
00:56:16: Nichtsdestotrotz natürlich hatte ich eine gewisse Trauer in mir sitzen, die mittlerweile, ich glaube ich, in... Ich würde sagen, in genügendem Maße auch Ausdruck verleiht habe.
00:56:29: Auch eine ganz interessante Sache.
00:56:32: Für mich zu lernen entlang des Weges.
00:56:37: Einfach sich wirklich zu merken, egal was du manchmal innerlich in dir verspürst.
00:56:44: Was ist das, was du nicht tun solltest?
00:56:49: Ist das Ganze ungesehen zu lassen.
00:56:55: Bedeutet ist... Immer noch in meiner Sprache jetzt.
00:57:00: Es ist schon okay, dich manchmal zu regulieren, es erst mal für dich zu behalten.
00:57:05: Nichtsdestotrotz.
00:57:07: Sobald wie möglich, halt ich es für extrem gesund, egal was du innerlich bei dir spürst, dem Ganzen ein Gesicht zu verleihen oder dem Ganzen das ganze sehen zu lassen.
00:57:19: Das ganze will gesehen werden.
00:57:21: Ich nenn's mir einfach so.
00:57:22: Und wenn da Trauer ist, dann solltest du dich dieser Trauer auch hingeben.
00:57:28: Und wenn der Ärger ist, dann solltest du diesem Ärger auch Ausdruck verleihen.
00:57:33: Ja?
00:57:34: Jetzt wunderschön davon, in welcher Art und Weise?
00:57:36: so, dass es niemandem schadet.
00:57:39: Aber was eben nicht gut ist, ist dieser Art von Dingen in dir zu halten und niemand bekommt die jemals zu Gesicht.
00:57:47: Insbesondere du selbst nicht.
00:57:49: Ja, das Problem ist aber, die sind genau deswegen gekommen, damit du sie anerkennst.
00:57:55: Das ist das, was dir die Fülle gibt.
00:57:57: Ja?
00:57:57: ... was dir die Fülle gibt, ... ... weil es einfach ein Teil von dir ist, ... ... das ist die eine Sache.
00:58:08: Jetzt ... ... es war schon eine schwierige Zeit.
00:58:14: Ich bin ... ... nicht sehr so trotz ... ... relativ gut ... ... hab ich damit arbeiten können oder ... ... ja ... ... einfach weil mir von vorneherein, ... ... auch im Kindesalter schon immer ... ... bewusst war, ... Wir werden geboren und ihr Mann geht's halt zu Ende.
00:58:32: Und das war für mich einfach jetzt das erste Mal für mich.
00:58:36: Das ist tatsächlich diese Einsicht.
00:58:39: Wir werden geboren und wir gehen.
00:58:40: Jetzt trifft's halt ein Familienmitglied.
00:58:43: Das war für mich das erste Mal.
00:58:45: Aber bis zu dem Zeitpunkt in meinem Umkreis hatte ich mich mit diesem Thema Tod, Tod des Körpers schon beschäftigt.
00:58:54: Der Unterschied war, okay, diesmal ist es halt der eigene Vater.
00:58:58: Das hat halt schon eine gewisse andere, andere Tiefe.
00:59:11: Dann aber, und das ist auch schon wieder einer dieser Momente, die mir dann wieder extrem viel glauben und Hoffnung und einfach wieder sagen, okay, dass alles gut ist.
00:59:29: Ja, mein Sohn ist genau am selben Tag auf die Welt gekommen, wie mein Vater.
00:59:34: Wirklich?
00:59:35: Ja.
00:59:36: Wow.
00:59:37: Und da denke ich mir, Warte, das ist wieder für den Nummer.
00:59:46: Und das war dann wieder so ein Moment für mich, wo ich mir dachte, ist das jetzt Tu-Vall?
00:59:53: Ist das jetzt Schicksal?
00:59:54: Was ist das jetzt alles?
00:59:57: Was ist das jetzt für ein Film?
00:59:59: Hat es sich so ein bisschen für dich angefühlt, als würde sich ein Kreis schließen?
01:00:06: Ja, auf jeden Fall.
01:00:08: Beziehung, genau.
01:00:10: Wieder öffnen.
01:00:10: Ein Kreis würde sich schließen beziehungsweise.
01:00:15: Da ist Verbundenheit, ob du die jetzt wahrnimmst oder nicht wahrnimmst.
01:00:20: und manchmal scheint es so zu sein, dass wenn du manchmal vielleicht im Zweifel bist, dann sagt ihr diese Welt oder dieses Leben oder das Universum, manchmal zeigt ihr das Universum, guckt doch einfach hin, Dinge sind verbunden.
01:00:37: Und schmeißt sozusagen wieder alles ein bisschen auf den Kopf, was du dachtest verstanden zu
01:00:44: haben.
01:00:45: Das holt uns aus dem Kopf raus.
01:00:49: Und ja, von daher würde ich jetzt sagen, bin ich sehr gut einerseits mit dieser Trauer damals auch schon umgegangen.
01:01:01: Mittlerweile bin ich mir einfach sicher, dass da so Trauergefühl habe ich gar keins mehr, sondern ich weiß einfach, alles was jetzt in Richtung meinem Sohnemann geht, die Verbundenheit ist da.
01:01:19: gelingt es dir jetzt selber als Papa, die Dinge anders zu machen aus einem Ort der Liebe, also aus einem anderen Ort der Liebe zu kommen.
01:01:35: Ich sag's mir, dein Vater kam ja auch aus einem Ort der Liebe, hat es halt anders kommuniziert oder an andere Dinge geknüpft.
01:01:46: Wie blickst du anders auf deinen Sohn?
01:01:48: und von dem, was du gelernt hast, Du bist ja schon, wenn ich mir das so angucke, energetisch in eurer Familienkonstellation, du bist ja schon wie so eine Art Weichensteller.
01:02:03: Du öffnest ja einen komplett neuen Raum für deinen Sohn, wie er jetzt aufwächst, nachdem du es ganz anders erlebt hast und jetzt wieder woanders hinlenken kannst.
01:02:15: Inwiefern machst du die Dinge vielleicht anders?
01:02:20: Was ist dir selber besonders wichtig, was dein Sohn von dir erleben soll und mitnehmen soll von dir als Papa?
01:02:32: Ich nehme es erstmal einfach ganz menschlich.
01:02:36: Einfach bezugnehmend auf, wie war die Erwartungshaltung meiner Eltern und was ist aus mir geworden?
01:02:43: So, untersehe ich ganz deutlich vor Augen, unabhängig davon, was sich meine Eltern so stark für mein Leben gewünscht haben.
01:02:54: Bin weder Arzt, noch Ingenieur, noch Anwalt geworden.
01:02:58: Bedeutet also Nummer eins.
01:03:01: Es macht keinen Sinn, für meinen Sohn jetzt schon eine Bestimmung auszumalen, was er eines Tages werden soll.
01:03:11: Macht keinen Sinn.
01:03:14: Dann sehe ich aber auch die Entwicklung unserer Gesellschaft an sich, was da passiert und merke, wie das ganze Auswirkungen darauf hatte, dass es für mich jetzt, sag ich mal, so lange gedauert hat, um so wirklich eine gewisse Leichtigkeit und Freiheit tatsächlich.
01:03:35: Was ist der Grund, warum das so lange gedauert hat?
01:03:41: Weil von Kindes auf eben immer diese Propaganda in Richtung tun, machen, nicht genug, das Glück ist da draußen.
01:03:54: Das heißt, dieser ganze Ansatz an sich, dass es immer etwas zu erreichen gibt, um den nächsten Stufe zu erreichen, um dann dich irgendwo hinzuarbeiten, um dann dir sozusagen deine Fülle, dein Glück zu erarbeiten.
01:04:12: Nummer eins ist, diese Ansatz funktioniert nach wie vor vor extrem viele Menschen nicht und hat auch bei mir nicht dafür gesorgt, dass ich da irgendwie viel dem entnehmen konnte.
01:04:27: Wenn man aber ständig so aufwächst, dass es scheinbar etwas gibt, was man wie in einem Hamster hat, den man immer nachrennt und es aber irgendwie nie erreicht.
01:04:43: Was ist die Alternative dazu?
01:04:47: Die Alternative dazu ist bereits die Fülle in dem zu erkennen, was in jedem Moment vorhanden ist.
01:04:56: Wenn das die Basis deiner Weltanschauung ist, ist alles andere nur noch optional.
01:05:05: Kein Muss, aber es ist bereichernd.
01:05:08: Aber es ist kein Muss mehr.
01:05:10: Es hat komplett diese Dimension von dir weggenommen, dass es irgendwo um wirklich deinen Kern, deine Essenz und dieses Essenz und auch deine Kernexistenz geht, die einfach schon komplett da ist und vollkommen.
01:05:30: So, lange Rede, kurzer Sinn.
01:05:39: In der Erziehung habe ich mir zumindest gesagt, ich sehe, wie sich Dinge bei mir ausgeprägt haben, also in dem Fall von meinem Sohn jetzt.
01:05:50: Ich denke, manche Werte, menschliche Charakterwerte, das ist das, was ich meinem Sohn gern mit auf den Weg geben würde.
01:05:59: Zum Beispiel.
01:06:00: Es ist sehr normal in diesem Leben, wenn du dir Ziele setzt und das wird er sich auch in einem gewissen Maße Ziele setzen, dann sehe ich einfach, okay?
01:06:11: Sehr viele Menschen setzen sich Ziele, warum erreichen sie die Ziele nicht?
01:06:14: und warum erreichen manche Menschen diese Ziele eher.
01:06:18: Da sehe ich so.
01:06:19: Konsistenz ist eine Sache, die wichtig ist.
01:06:24: Geduld ist etwas, was wichtig ist.
01:06:28: Und ein gewisses Maß an Disziplin.
01:06:32: Disziplin, Geduld, Konsistenz.
01:06:37: Das ist etwas, was ich als Werte meinem Sohn zum Beispiel mitgeben würde.
01:06:47: Deine Fähigkeit, deine Fähigkeit, dass die nächsten fünf Tage oder zehn Tage, du jeden Tag dich daran hältst, immer etwas zu machen.
01:06:57: Immer ein bisschen.
01:06:58: Muss nicht viel machen, aber ein bisschen.
01:06:59: Bleib einfach konstant.
01:07:02: Deine Fähigkeit, auch wenn du merkst, du willst das Ganze jetzt haben, aber bleib dran.
01:07:09: Lernen mit diesem Gefühl umzugehen.
01:07:11: Halt das einfach.
01:07:13: Geduld.
01:07:14: Es kommt.
01:07:15: Aber warte, es kommt noch nicht jetzt.
01:07:19: Also, mit diesen Zuständen umgehen zu können.
01:07:26: Da ist umgeduld.
01:07:28: Aber deswegen gibt es etwas, was man nennt Geduld zu haben, Geduld zu kultivieren.
01:07:37: Und letztendlich, das sind so für mich so ein paar Bausteine.
01:07:41: Und wie letztendlich... was letztendlich er damit aus seinem Leben macht.
01:07:50: Das heißt, ob er Astronaut werden will, ja, oder egal, oder ... hab ich gar kein Bild von.
01:07:59: Überhaupt nichts, was momentan überhaupt die Relevanz in meinem Kopf hat.
01:08:06: Für mich ist es wirklich, dass möglichst freie Entfalten so lange lächelnd durchs Leben geht.
01:08:19: So wie es jetzt die ganze Zeit macht.
01:08:22: Ja, der ... Er wacht morgens auf, sein Körper hat bestimmte Dinge, die macht der Körper automatisch.
01:08:29: Ja, aber ich sehe aktuell so überhaupt nicht, ob er sich da gerade irgendwelche Gedanken macht.
01:08:35: So, was mache ich jetzt heute?
01:08:39: Ist einfach nicht vorhanden.
01:08:41: Da ist einfach dieses freie Erkunden.
01:08:46: Das freie Erkunden und dann dadurch auch das automatische Lernen von, ah ja okay, von Ursache und Wirkung.
01:08:54: Das weiß er schon selbst.
01:08:55: Das lernt er gerade schon selbst.
01:09:00: Und das war eben auch ganz lustig in dem Sinne, dass einer meiner Meister mir gesagt hat, wenn dein Sohnemann kommt, da hast du deinen Meister.
01:09:10: Das wird dein Meister sein.
01:09:12: Ich hab lustigerweise gerade genau das Gleiche gedacht, dass unsere Kinder meiner Meinung nach, wir denken immer, wir müssen den Kindern so viel beibringen.
01:09:22: Aber ich glaube, in Wahrheit ... sind die Kinder unsere Lehrer und unsere Meister, die uns so viel mehr beibringen, als wir ihn jemals beibringen könnten.
01:09:32: Wenn du auf das Jahr jetzt zurückblickst mit deinem Sohn, was würdest du sagen, ist die eine Qualität, die du schon durch ihn lernen konntest?
01:09:42: jetzt in diesem ersten Jahr?
01:09:47: Selbstregulierung ist eine extrem feine, feine Angelegenheit.
01:09:52: Ich meine, durch das ganze Kampfkunst-Training einerseits.
01:09:55: oder auch durch den Bereich, wo ich tätig bin.
01:10:00: Du hast dich auch manchmal wahrgenommen.
01:10:01: Ich kann schon dafür sorgen, dass ich so eine starke Präsenz habe.
01:10:04: Das kann ich schon.
01:10:08: Jetzt, worauf ich sehr, sehr stark geachtet habe, das Kind versteht ja in dem Sinne noch keine Worte oder den Sinngehalt der Worte.
01:10:20: Das heißt, letztendlich für mich ist das okay, es spürt.
01:10:25: Es spürt, gegebenenfalls deine Energie.
01:10:30: Und manchmal ist es ja einfach so, du bist schon sehr müde, hat es einen vollen Tag, willst wirklich nur mal eine Stunde schlafen, aber es geht halt einfach nicht.
01:10:43: Und auch wenn du es jetzt nicht willst, aber wenn du achtsam bist, merkst du schon, wenn dann zu einem bestimmten Punkt eventuell so eine kleine Frustration anfängt zu wachsen.
01:10:55: Und selbst wenn die Frustration wächst und du äußerlich immer noch die sanfte Stimme bei behälzt und äußerlich ändert sich bei den nix weil du versuchst das äußere aufrecht zu erhalten.
01:11:07: aber ich bin mir sicher dass das kind das spürt was innerlich in dir da gerade anfängt zu wachsen.
01:11:15: und deswegen sage ich dass was ich gelernt habe ist diese Fähigkeit der Selbstregulierung.
01:11:22: Je früher du ihn dir selbst wirklich merkst, dass sich da anfängt, etwas aufzubrausen, desto schneller jetzt einen Weg wiederzufinden, das Ganze in eine Energie umzuwandeln, zu transformieren, die der Situation mehr dienlich ist.
01:11:40: Das ist so dieses.
01:11:43: Warum ist auch tatsächlich, das ist wirklich wie der Meister, der pickt dich.
01:11:47: Picke dich, picke dich, picke dich so und du bist jetzt, du musst jetzt lernen, ja.
01:11:52: Du musst jetzt regulier dich.
01:11:56: Und irgendwann merkst du aber, das tut nicht nur der Beziehung von Kind und dir gut, das tut insbesondere dir und in allen Bereichen tatsächlich auch gut, weil du wirklich etwas an dir anfängst zu erkennen, dass sei jeher extremst viel bereits in deiner Kraft.
01:12:16: und Macht steht, nur wenn du eben unbewusst bist.
01:12:23: Und das ist tatsächlich die Schwierigkeit, wenn wir geistig wach sind, fit sind, gut genährt sind, gut geschlafen haben, da ist gut sich zu regulieren.
01:12:36: Ja,
01:12:37: aber der Härtefall ist, nicht genug gegessen, nicht genug geschlafen und dann jetzt noch in dem Sinne getreated, dann ist das anderes.
01:12:47: Aber Deswegen ist das schon eine sehr, sehr, sehr schöne und intensive und interessante...
01:12:54: Meisterschaft.
01:12:55: Meisterschaft, ja.
01:12:57: Und ich kann mir tatsächlich vorstellen, warum diese Art Meisterschaft genau in Zusammenhang jetzt mit neu kreiertem Leben steht.
01:13:06: Weil wenn du dich jetzt angesichts dieser Situation nicht lernst zu regulieren, fängst du an nur... Wie sage ich das?
01:13:18: Dann fängst... Du aneben ein Leben, eventuell wirklich zu versauen in dem Sinne.
01:13:24: Wenn du dich jetzt nicht in den Griff bekommst und deine eigenen Dämonen nicht in den Griff bekommst, für das Wohl deines eigenen Fleisch und Blut, für was willst du das sonst machen?
01:13:38: Was sollst du denn sonst im Leben noch geben, damit du mal wirklich über dir stehst und deinen ganzen Sachen in den Griff bekommst?
01:13:48: Und da, das passt schon in der Art und Weise zusammen, sehr, sehr intelligent.
01:13:53: Ja,
01:13:54: was ich das immer
01:13:55: so gut überlegt für uns.
01:13:58: Ich würde da einmal noch mal für einen Moment kurz zu dem Avatar zurückgehen, weil das hängt damit ja zusammen.
01:14:05: Und ich würde gerne zum Abschluss, weil ich glaube, das ist so elementarwichtig, was du da geteilt hast.
01:14:11: Und ich glaube, wenn alle, die jetzt gerade zuhören, in der Anfangsstrichen nur das für sich mitnehmen, dann ... Hast du heute das Leben von Millionen von Menschen transformiert?
01:14:25: Lass es uns einmal ein bisschen konkreter machen.
01:14:28: Also ich glaube, alle haben jetzt verstanden, okay, wir alle haben wie so eine Art Maske kreiert, eine Rolle kreiert, eine Avatar kreiert.
01:14:38: Ich nenne es jetzt mal das Ego, wer ich denke, wer Laura Marlina Seiler ist.
01:14:44: Und wer sie zu sein hat und etc.
01:14:48: und wer sie auch nicht sein darf.
01:14:49: Zum Beispiel, das ist ja auch ganz viel, was damit zusammenhängt, dieses unsere Schatten dann.
01:14:54: Was glauben wir, darf nicht in dieser Rolle sein, weil wenn es dann in dieser Rolle wäre, würde diese Rolle ja in sich zusammenfallen.
01:15:01: Was ja, glaube ich, ganz auch so viel Heilung darin ist, das alles mal zu sich reinzuholen und zu sagen, auch das darf sein.
01:15:10: Wie für jemanden, der jetzt gerade zuhört und sagt, okay, habe ich als Konzept für mich verstanden, Ich habe auch verstanden, es gibt ein größeres Bewusstsein dahinter, was das gerade bewusst wahrnimmt, dass es so ist.
01:15:24: Also das beobachtende Bewusstsein, das den Avatar wahrnehmen kann.
01:15:30: Man kann sich ja auch so ein bisschen vorstellen wie so ein Kinosaal.
01:15:33: Wir sitzen vorne im Kino, gucken auf den Film, aber eigentlich sind wir hinten in dem Kinosaal, wo der Film abläuft und legen die Kassette da rein.
01:15:42: Und eigentlich sind wir das ganze Freaking Kino.
01:15:47: Um es konkreter zu machen für den Alltag.
01:15:50: Was kann jeder tun, zum Beispiel morgens, wenn du wach wirst, vor du, ich sag mal, dich in diese Identifikation begibst mit deiner Rolle?
01:16:00: Was kann man tun?
01:16:01: oder was tust du bewusst?
01:16:03: Jetzt vielleicht auch, wo du sagst, in den letzten zwei Jahren hat es für dich da nochmal so ein Schiff gegeben.
01:16:08: Wie kann man das noch mehr in die Verkörperung bringen im Sinne von in den Alltag integrieren, wenn man merkt, da bin ich jetzt wieder voll in meiner Rolle.
01:16:19: Wie snap ich mich da wieder raus?
01:16:23: Wie kann ich im Alltag mehr in diesem beobachtenen Bewusstsein sein?
01:16:30: Sehr gut.
01:16:34: Du bist jetzt schon in der Art und Weise die Frage gestellt hast.
01:16:38: Hast du genau den Kernpunkt angesprochen, dass es in Nummer eins ist überhaupt erst mal ... kennen zu können, worin befindest du dich gerade.
01:16:52: Bedeutet, für manche ist überhaupt diese Möglichkeit noch gar nicht existent überhaupt, dass es etwas anderes gibt als deinen Körper und deine Gedanken.
01:17:05: Damit fängt schon mal an.
01:17:07: Dass also sehr viele Menschen überhaupt erst mal, das bin ich, das bin so ich, das ist das, was ich jeden Tag ernähre, das ist das, was jeden Tag auf die Arbeit geht, das bin doch ich, was sollen da sonst noch sein?
01:17:21: So, Nummer eins ist, dass es genau deswegen so viele Traditionen gibt, die eben davon sprechen.
01:17:30: Halt kurz an und stell dir tatsächlich eben diese Frage, wer bist du wirklich?
01:17:37: Oder könnte es da zumindest die Frage geben, wieso haben sich diese Leute diese Frage gestellt?
01:17:44: Wer bin ich wirklich, wenn doch für mich ganz klar ist, dass hier Nein, das bedeutet nur, nee, eventuell bist du zu früh stehen geblieben.
01:17:57: Das heißt, Nummer eins ist überhaupt die Möglichkeit im Geiste zu eröffnen, dass es in dieser Welt Dinge gibt, die versucht werden, mit den Menschen zu teilen, um eine Bewusstheit hervorzubringen, dass es da noch etwas gibt, was du nicht weißt.
01:18:17: Das ist Nummer eins.
01:18:20: Wenn die Offenheit, also die Offenheit, um bewusst zu werden, nicht gegeben ist, blockierst du dich selbst.
01:18:29: Okay.
01:18:31: Dann fängt es jetzt an.
01:18:35: Wie fühlt sich das denn an, wenn ich mich nicht mit meinem Körper und mit meinen Gedanken identifiziere?
01:18:43: So, ganz simpel.
01:18:46: Welcher Art und Weise gibt es etwas zu tun?
01:18:51: Nummer eins.
01:18:52: wo du nicht denkst, weil deine Gedanken sind dann vorhanden, weil der Denkprozess aktuell im Laufen ist.
01:19:01: Das heißt, Nummer eins ist, wir müssen etwas finden, was nicht mehr mit Denken zu tun hat.
01:19:08: So, und Nummer zwei, optimalerweise ist etwas, was du praktizierst, tust, wo Du den Körper nicht mehr in der Art und Weise wahrnimmst, wo du jetzt denken würdest, das bin auch ich.
01:19:24: So, das ist der Grund, warum es sehr, sehr viele Traditionen gibt, die jetzt die Atmung nehmen.
01:19:33: Nummer eins, das Knüpfen, das Geistes an die Atmung im Sinne von den Prozess der Atmung folgen, weil das nämlich schon mal eine Methode sein kann, was du nicht denkst.
01:19:49: Und dann manchmal durch verschiedene Praktiken, unter anderem zum Beispiel, ne, hast du eventuell ja auch schon mal getroffen, Rinpoche Tulkulopsa.
01:20:00: Ja, nur nicht getroffen, aber ja.
01:20:02: Aber er besitzt halt, da kommt das aus dieser Tradition, das sogenannte die Feueratmung.
01:20:09: Und die, das ist eine der Methoden, die auch dabei hilft, das also anfängt wirklich zu spüren, okay.
01:20:18: Da ist etwas anderes, was du wahrnehmen kannst, was aber die Fähigkeit hat, so stark zu expandieren, dass es sich so anfühlt, als würde etwas außerhalb deines limitierten Körpers anfangen zu expandieren.
01:20:35: So, und jetzt ist die Frage, wenn du nur dein Körper wärst, wie kann es sein, dass du etwas in deiner Wahrnehmung spürst, was scheinbar außerhalb deines körper ist immer noch abstrahlt?
01:20:55: und all diese dinge manchmal zusammengenommen eröffnet eventuell manchmal dann diese einsicht.
01:21:04: jes mal wenn ich die augen schieße und wieder aufmache dann ist da ja was unabhängig davon ob ich jetzt in diesem zimmersitze ob ich raus gehe seit anbeginn meines lebens jedes mal wenn ich Dann tritt etwas in Erscheinung.
01:21:27: Du nimmst etwas wahr.
01:21:30: Darunter, darunter auch dieses.
01:21:34: Aber auch das alles ist ja gerade in deiner Wahrnehmung vorhanden.
01:21:42: So, diese Möglichkeit, einfach nur, ja, da zu sein.
01:21:57: Und dich eben nicht mit etwas Spezielem zu identifizieren, sondern die Möglichkeit zu eröffnen.
01:22:05: Vielleicht ist einfach alles das, in dem Moment, wo du die Augen öffnest, das bist auch du.
01:22:16: Das ist auch sehr speziell und individuell deine Story, inklusive allem, was sich hier befindet.
01:22:26: Und das ist in dem Sinne selbst jetzt, warum ich sage, wir können zu jedem Zeitpunkt, können wir wechseln, in welchen Bewusstseinszustand möchtest du verweilen.
01:22:42: Ah, und wenn du halt einfach nur hier bist zum Beispiel?
01:22:49: Was gibt es da zu tun?
01:22:52: Das ist es schon.
01:22:54: Das ist schon das, wo jetzt zwei, fünfundzwanzig November hier bist du angekommen.
01:23:06: Oder du kannst wieder hier reingehen und dann darüber reden, was letzte Woche dieser Körper und diese Gedanken für Probleme hatten und was dein was deine nächsten Pläne für die Woche danach ist, dann bist du aber wieder im Denken.
01:23:25: Das heißt, das ist jetzt der Punkt, wo ich sehe, wir brauchen eine Praxis, die dir dabei hilft, ganz deutlich dafür zu werden.
01:23:34: Es gibt einen Zustand, wo kein Denken vorhanden ist.
01:23:39: Das hilft, das hilft.
01:23:42: Und optimalerweise gibt es auch Tätigkeiten, wo Du den Körper nicht mehr als solches wahrnimmst, dass du dich mit ihm eins zu eins identifizieren würdest.
01:23:56: Du hast das Gefühl, du dirigierst deinen Körper, aber du bist nicht dein Körper.
01:24:02: Das kann zum Beispiel sein in dem Moment, wo wir mit unserem Körper etwas machen, was sich immer wieder wiederholt.
01:24:12: Ja, zum Beispiel ist es wahrscheinlich nicht für jeden etwas, aber es gibt manche Praktiken in Tempeln.
01:24:20: Wo du dich tatsächlich hundertachtmal oder drei Stunden, vier Stunden einfach nur jedes Mal verboigst.
01:24:26: Stehst wieder auf, verboigst dich.
01:24:29: Stehst auf, verboigst dich.
01:24:32: Nummer eins, es ist körperlich anstrengend.
01:24:36: Und am Anfang fragst du dich selbst noch, wieso mache ich denn das Ganze?
01:24:41: Es hat jetzt erst gerade angefangen und jetzt bin ich die nächsten drei Stunden noch damit beschäftigt.
01:24:47: Nummer eins ist aber irgendwann Gibst du diesen Gedanken auf, weil du einfach weißt ist egal wie viel Gedanken ich mir jetzt mach.
01:24:56: Ich muss das jetzt machen so in dem Sinne.
01:24:58: Das heißt den Gedanken gibst du auf.
01:25:00: Und auch wenn du am Anfang schwehst, oh der Körper der tut so weh und ich merke schon alles.
01:25:05: Aber irgendwann gibst du auch sozusagen diese Identifikation selbst mit dem Körper auf.
01:25:11: Und du machst das Ganze immer noch.
01:25:17: Aber auf einmal hat sich... also eine Perspektive eingestellt, als würdest du dich selbst beobachten, wie du das Ganze tust.
01:25:30: Du machst immer noch dasselbe, wie du vorher gemacht hast, aber dein Zustand ist auf einmal woanders.
01:25:38: Deine Identifikation ist auf einmal woanders.
01:25:43: Und das bedeutet, selbst wenn etwas im Leben dann scheinbar und das ist die, würde ich sagen, Wenn jetzt Leute sich fragen, okay, jetzt redet ihr über dieses Ganze, was ist letztendlich der Vorteil, die Fähigkeit zu haben, diese Wiederzuerkennen?
01:26:01: Was ist der Vorteil hinter dieser ganzen Spiritualität?
01:26:05: Ganz einfach, dass sehr, sehr viele Dinge, die momentan so belastend sind, die emotional belastend sind, die den... die den avatar zu die den avatar belasten sehr vieles davon fällt einfach weg.
01:26:35: das leben ist einfach leichter fühlt sich einfach leichter an bedeutet nicht dass wir nach wie vor nicht herausforderungen sehen in unserem leben aber du hast jetzt auf einmal die fähigkeit einfach eine gewisse distanz distanz dazu zu schaffen und irgendwann wirklich zu erkennen.
01:26:56: Okay.
01:26:57: Das ist das menschliche Leben.
01:27:02: Das ist, was der Buddha damals schon als Samsara bezeichnet hat.
01:27:08: Der Zyklus von Leben und Tod.
01:27:12: Leben, Leben und Tod.
01:27:15: Solange du dich in diesem Zyklus befindest, wirst du eben genau das haben Erfolg und Misserfolg haben und verlieren.
01:27:26: Schön.
01:27:27: Unhäßlich.
01:27:30: Nur der erste Schritt ist, wie irgendwann siehst du das.
01:27:34: Dann, du siehst diese Struktur in allem.
01:27:38: Dann ist jetzt nur die nächste Frage, wie sehr kannst du jetzt anfangen, in die Akzeptanz zu gehen?
01:27:45: Das ist das menschliche Leben.
01:27:49: Das ist einer der Schritte.
01:27:52: Und der weitere Schritt ist aber dann eben zu fragen, du siehst das jetzt, aber gibt es da einen Ausweg?
01:28:01: gibt es da einen Ausweg?
01:28:04: und das was er ja als auf und ab was es ja letztendlich ist oder was samsara der zyklus von leben und tot was das ja beschreibt ist letztendlich einfach nur die existenz.
01:28:19: von dem was man als impermanenz beschreibt nichts bleibt wie es ist impermanenz.
01:28:31: wenn du dich mit dem falschen identifizierst lebst du in der Welt der Impermanenz.
01:28:37: Wenn du aber einen Gewissen eines wiedererkennst, erkennst du etwas, das hat keinen Anfang, das hat keinen Ende, da ist nichts, was sich verändert, weil es die ganze Zeit präsent ist.
01:28:57: Und das ist der Ausweg aus dem Zyklus.
01:29:01: Kein Anfang, kein Ende, nichts wegzunehmen, nichts hinzuzufügen.
01:29:07: Willkommen.
01:29:11: Und ich denke, das ist wirklich die Kraft und Power und vor allen Dingen.
01:29:17: Ist es etwas, was in diesem Leben direkt erfahrbar ist, nicht nach dem Tod, nicht durch irgendwelche Praktiken.
01:29:30: Und das ist eben das wirklich paradoxe und komische an dieser ganzen Geschichte.
01:29:37: Ja, selbst bei mir, ja, vierzig Jahre in dem Sinne auf der Suche.
01:29:42: Und es ist so simpel.
01:29:45: Ja.
01:29:47: Und letztendlich ist es eigentlich extrem simpel.
01:29:50: So simpel, dass es undenkbar ist.
01:29:54: Richtig.
01:29:55: Undenkbar ist.
01:29:56: Ja.
01:29:58: Nur erfahrbar, erlebbar.
01:30:02: Und ich denke eben, wenn, ja, das ist etwas, was einfach so vieles ändern kann.
01:30:14: Das ist der Grund, warum wir das Ganze machen.
01:30:18: Danke dir.
01:30:20: Ich habe eigentlich noch so viele Fragen, aber ich denke mir eigentlich ist es jetzt so rund gerade.
01:30:26: Ich würde nur zum Abschluss eine allerletzte Frage noch stellen.
01:30:29: Und zwar in der Kampfkunst oder generell in der asiatischen Philosophie geht es ja sehr viel um das Chi, um die Lebensenergie, die ja vielleicht ... Ein Ausdruck ist dessen, was das Bewusstsein ist, was beobachtet, das, was immer da war.
01:30:50: Und wenn wir in Verbundenheit sind mit diesem Chi und das Chi fließen lassen, wie wir im Leben in diesem Flow sein können, hast du etwas wie alle, die gerade zuhören, ihr Chi erfahren können, dass sie mal in Verbindung kommen können mit ihrem Chi.
01:31:20: Das ist mich erstmal so ausrücken.
01:31:21: Was hat das, was wir in den Kampfkünsten als chi bezeichnen?
01:31:27: Was hat das letztendlich mit dem Bewusstseinszustand oder zu tun mit über, dass wir die ganze Zeit reden?
01:31:34: Okay.
01:31:37: Nichts.
01:31:38: Erst mal nichts.
01:31:40: Aber wenn jemand innerhalb der Kampfkünste oder eben innerhalb dieser Bewegungskünste anfängt, zu trainieren etwas zu kultivieren.
01:31:50: was wir als chi bezeichnen was dieser mensch auf jeden fall hat ist nun mal eins schon mal das erkennen.
01:31:59: okay es gibt in dieser welt doch noch mehr als ich bisher gedacht habe und das ist schon mal extrem wichtig.
01:32:09: das ist also nicht etwas esoterisches ist wo menschen sich vorstellen dass es da etwas gibt.
01:32:16: es gibt eine sehr sehr fein Eine sehr, sehr feinstoffliche Ebene, worunter wir eben dieses Cheap bezeichnen.
01:32:27: und in dem Moment, wo das in deiner Achtsamkeit tritt, eröffnen sich auch gleichermaßen sehr viele Möglichkeiten, die du einerseits körperlich zum Ausdruck bringen kannst, aber auch übertragen kannst, auf zum Beispiel, was emotional in dir vorgeht.
01:32:44: Einfach, weil du feiner geworden bist für das was den menschlichen Körper ausmacht.
01:32:54: Übungen, chi gong, bezeichnet eine Art von Praxis.
01:33:02: Chi, sag ich mal Energie, jetzt erstmal gong, das Arbeiten oder Fähigkeiten zu entwickeln, das heißt chi gong, Fähigkeiten mit dem chi zu entwickeln und jetzt noch einfacher das Ganze zu machen.
01:33:17: Chi, Energie, woher stammt das?
01:33:20: Was soll das sein?
01:33:21: Atmung.
01:33:24: Das heißt Qigong Atemübungen.
01:33:29: Wie kommt jemand, der bisher noch nie in dieser Welt war, in diesen Bereich, wo er anfängt, eben dieses feine wahrzunehmen?
01:33:38: Beschäftige dich mehr mit deiner Atmung.
01:33:41: Und da gibt es dann eben wirklich verschiedene Atempraktiken.
01:33:46: Es gibt Möglichkeiten.
01:33:48: Kurz einatmen, lang ausatmen.
01:33:52: Lang einatmen.
01:33:53: kurz ausatmen, lange einatmen, lange ausatmen, schnell einatmen, schnell ausatmen.
01:34:01: Das heißt, was ich sagen will ist, bereits mit unserer jetzigen Atmung gibt es extrem viele Dinge, die wir noch adjustieren können.
01:34:13: Und durch diese Atempraxis kommst du halt überhaupt erstmal zu dieser Erkenntnis.
01:34:18: Aha!
01:34:20: Aufgrund meiner Atmung kann ich also tatsächlich Einfluss darauf nehmen, wie ich mich innerlich teilweise fühle, bis hin, dass du auch deine Körpertemperatur anpassen kannst.
01:34:32: Daher kommt ja zum Beispiel die Feueratmung oder eben das, was im tibetischen Buddhismus von manchen Meistern praktiziert wird.
01:34:43: Und im Shaolin ist es jetzt eben sehr speziell, dass irgendwann dieser Atempraxis nicht nur rein die Atmung praktiziert wird, sondern Atmung und Bewegung.
01:34:55: wird jetzt noch zusammengeknüpft.
01:34:57: Und diese Erfahrung sorgt definitiv dafür, dass sich dein Geist öffnet und du in dem Sinne einfach neugierig wirst, wie viel es da draußen oder in dir je nachdem eigentlich noch gibt zu entdecken.
01:35:26: Das heißt, wie kommen die Leute zum Fühlen dieses G, Atempraxis, ruhiger Geist und Geduld.
01:35:43: Für jemanden, der jetzt gerade zuhört und der gerne mehr über deine Arbeit lernen wollen würde oder vielleicht sogar auch mit dir zusammen arbeiten wollen würde, von dir lernen wollen würde, gibt es Räume, wo man dich, wo man Ja, mit dir in die Begegnung gehen kann, wo man von dir lernen kann.
01:36:00: Wenn ja, wo, wie, wann.
01:36:06: Die letzten Jahre, seit Zwei Tausend Elf, habe ich ja sehr viel Zeit damit verbracht, wirklich Schüler zum Beispiel zu haben, die Zeit mit mir verbringen, damit die möglichst viel von der, sag ich mal, von dem Kern dieser ganzen Lehren einerseits selbst verkoppern und das Ganze auch weitergeben können an weiter Interessenten.
01:36:29: Und dadurch ist er sozusagen der Shaolin Temple Europe in Otterberg entstanden.
01:36:35: Und nach wie vor diesen Ort, diesen Tempel, den gibt es nach wie vor.
01:36:40: Dort bin auch ich oftmals noch zu Besuch und Lehre auch dort.
01:36:44: Das wäre eine Anlaufstelle.
01:36:46: Und andererseits denke ich, wenn es rein um erstmal das zu sehen, was ist das für eine Art Praxis, denke ich, die sozialen Medien, Das Buch, was es bisher bereits gibt, ist ein guter Anlaufpunkt, weil da bereits so viel Information vorhanden ist, die eben eines auch schon wieder sehr, sehr deutlich macht.
01:37:13: Ich bin ein großer Freund davon, die Grundidee in die Welt zu tragen, dass jeder der Meister und Schmied seines eigenen Glückes und seines eigenes Lebens werden muss.
01:37:27: Das heißt, Das muss niemand zu mir kommen und sagen, Meister Cheung Yee, bitte, zeig mir irgendetwas, nein.
01:37:36: Der Meister, der ist bereits vorhanden in jedem Einzelnen, er muss nur entdeckt werden und gegebenenfalls kultiviert werden und dann kommt er auch raus.
01:37:46: Und um das zu tun, gibt es wirklich bereits genügend Material von meiner Seite aus.
01:37:53: Nichtsdestotrotz, wer weiterhin Interesse hat, ich denke die sozialen Medien, Instagram oder Facebook, denke ich sind so die aktuellsten Plattformen, falls mal was stattfindet, wo man mich gegebenenfalls antreffen kann.
01:38:11: Ich muss aber gleichermaßen auch irgendwo dazusagen, mir gefällt diese Idee, eines Tages einfach so ein bisschen unsichtbar zu sein, dass niemand eigentlich weiß, gibt's den überhaupt?
01:38:27: Oder ist ja nur eine Illusion der sozialen Medien.
01:38:32: Aber das war nur so ein Schnapsgedanke.
01:38:36: Na ja, du kannst ja den Avatar auflösen.
01:38:41: Das ist dann vielleicht der nächste Schritt der Erleuchtung.
01:38:47: Gibt es wirklich einen schönen Satz aus dem Taoismus?
01:38:52: Ich weiß nicht, ob ich ihn genau wiedergeben kann, aber... Sehr, sehr viele Menschen manchmal, da geht es ja genau darum, was willst du auf der Erde hinterlassen?
01:39:03: So zu einem Footprint.
01:39:05: Aber im Taoismus gibt es genau einen Satz, der sagt, die wahren Meister hinterlassen gar nix.
01:39:15: Irgendwie resoniert er.
01:39:17: Und ein gewisses Verständnis kommt.
01:39:22: Weil, kannst ja nichts in dir selbst hinterlassen, was die ganze Zeit eh schon da ist.
01:39:33: Ich danke dir von Herzen.
01:39:34: Ich habe das Gefühl, Du hast so viel geteilt, was, glaube ich, gerade den Menschen wahnsinnig helfen kann, einfach sich selber nochmal in eine andere Perspektive zu sich selbst zu begeben und auch zu sehen, dass jemand in Anführungsstrichen wie du, der so weit ist, auch struggled, auch seine Themen hat, auch auf dem Weg ist.
01:40:02: Und das ist mir einfach auch immer wieder so wichtig zu sagen, wir sind alle.
01:40:06: Es gibt dieses schöne Zitat von Rumi, wo er sagt, we all walk each other home.
01:40:10: Wir sind alle Spiegel füreinander, wir sind alle auf dem Weg und du weißt nie, was der Mensch, der gerade vor dir sitzt, in Wahrheit erlebt hat, wo der durchgegangen ist.
01:40:21: Und ich glaube, wir projizieren alle immer so viel in irgendwelche Menschen, die wir im Außen sehen.
01:40:26: Und wie du sagst, am Ende ist der Meister oder die Meisterin in uns selbst.
01:40:30: Und ich danke dir so sehr für deine Verletzlichkeit, für alles, was du heute geteilt hast, für deine Stärke, für dein Wissen und auch, dass du wirklich diese Kampfkunst verbindest jetzt mit deiner eigenen Spiritualität und das dadurch nochmal in so eine ganz andere Kraft bringst.
01:40:51: Einfach Danke, wirklich Danke für deinen Sein.
01:40:53: Ich freue mich jedes Mal so sehr, wenn du hier bist und wir Zeit miteinander haben.
01:40:56: Und das ist... Ich bin sehr, sehr erfüllt von dir.
01:41:00: Dankeschön.
01:41:02: Vielen, vielen lieben Danke auch an dich, Laura.
01:41:05: Und vielleicht ganz zum Schluss noch, worüber ich mich natürlich so, so, so, so, so sehr freue, ist, dass du am elften vierten dabei bist, wenn der Podcast zehn Jahre feiert, in München in der Olympianhalle und du mit uns... Ja, vielleicht hast du schon eine Idee, was du machst.
01:41:22: Wir werden ja wirklich quasi praktisch mit dir arbeiten.
01:41:26: Und ich freue mich so sehr, also danke, dass du da dabei bist.
01:41:29: Und ich freue mich so, dass die Menschen dich dann auch nochmal in Person erleben können.
01:41:33: Und ja, danke, dass du da hinkommst.
01:41:36: Sehr, sehr gerne.
01:41:38: Ich freue mich auch.
01:41:39: Willkommen zurück aus diesem so, so, so kraftvollen Gespräch.
01:41:43: Lass mir unbedingt in den Kommentaren da, was du für dich gehört hast, was du für dich mitgenommen hast, wie diese Folge für dich war.
01:41:50: Was war die eine Erkenntnis?
01:41:53: Und wenn es jemanden gibt, wo du das Gefühl hast, dieser Mensch sollte unbedingt diese Folge hören, dann klick jetzt auf Teilen.
01:41:59: Teil die Folge mit diesen Menschen, weil ... Vielleicht verinnerst du dadurch das gesamte Leben von diesen Menschen, weil dieser Mensch sich endlich daran erinnert, wie wertvoll und wundervoll und toll er oder sie einfach ist.
01:42:10: Also spread the love, schick die Folge weiter.
01:42:13: Danke fürs Abonnieren von dem Channel und wir hören uns nächste Woche wieder.
01:42:18: Deine Laura.
01:42:27: Das Wichtigste, was du in diesem Moment erinnern darfst, ist, dass dieses Leben für dich ist.
01:42:36: dass deine Seele, deine wunderschöne Seele gewählt hat,
01:42:41: in
01:42:41: genau diesem Leben, in genau diesem
01:42:44: Moment, genau
01:42:47: hier zu
01:42:48: sein.
01:42:49: Und das alles, wirklich alles, was du brauchst.
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